Das legendäre Concord Card Casino — eines der bekanntesten und stimmungsvollsten Casinos Europas — war über das Wochenende die Arena für 299 Hoffnungsvolle, die sich alle entweder auf ParadisePoker qualifiziert oder ihre 500 € + 50 € für 20.000 Startchips und ihre Chance auf Ruhm in der ParadisePoker Tour erreicht hatten.
Im Teilnehmerfeld waren Koryphäen wie Ivo Donev, Dragan Galic und Jens Weigel, sowie Ronnie Espersen, der Gewinner der ParadisePoker Tour Liga der Season 2. Da Wien nur eineinhalb Autostunden von Budapest entfernt ist, war es alles andere als überraschend, dass rund 100 Ungarn im Teilnehmerfeld vertreten waren.
Nach acht am 1. Tag gespielten Levels verblieben noch 131 Teilnehmer im Rennen und der junge Deutsche Ferenc Riechs lag sicher in Führung. Riechs blieb auch im weiteren Turnierverlauf an der Spitze oder spielte ganz vorne mit, bis er schließlich am 3. Tag auf halbem Wege rausflog.
Andreas Zauner übernahm am 2. Tag die Führung, als er mit Taschendreiern in einem Spiel mit 8-6-2-4-J mit dreimal Pik als Board Cards mit einem Rieseneinsatz mitging. Wie sich herausstellte, wäre sein Gegner mit Ass Zehner Offsuit ebenfalls voll dabei gewesen, doch Zauner hatte mit einem Schlag die meisten Chips von allen. Schließlich nahm er als Chipleader am Finaltisch Platz und verlor bis kurz vor dem überraschenden Ende des Turniers nie die Führung.
Milan Zaric und Jörg Kleindienst zählten zu den anderen Spielern, die am 2. Tag zu verschiedenen Zeitpunkten Chipleader waren. Beide schafften es an den Finaltisch.
Auf 27 Platzierte warteten Preisgelder und als die Preisgeldränge erreicht wurden – das Hand-for-hand dauerte nur eine Hand lang und Pechvogel Matthias Ruppert war unmittelbar vor der Bubble rausgeflogen – entschied der Turnierdirektor, das Turnier für diesen Abend zu beenden. Also ging es dann am 3. Tag mit 27 Spielern weiter, die alle schon garantiert mindestens 1.440 € in der Tasche hatten.
Jörg Kleindienst war zu Beginn des 3. Spieltags Chipleader, doch Andreas Zauner war ihm bald dicht auf den Fersen, nachdem er mit seinen Assen die Buben von René Fritz eliminiert hatte. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem der auf 10 Teilnehmer begrenzte Finaltisch erreicht wurde, war Zauner erneut in Führung.
Zu Beginn war es ein temporeiches Finale. Balazs Jablonkai, Zoltan Kapitany, Jörg Kleindienst und Valentin Schachinger flogen in Höchstgeschwindigkeit raus und belegten somit die Plätze 10 bis 7. Somit verblieben bis zur ersten Pause noch sechs Spieler am Finaltisch und Andreas Zauner war noch immer überlegener Chipleader. Nachdem eine Weile niemand hinausflog, sicherte sich Alexander Hochreiter den sechsten Platz, indem er in einem Straßen-Cooler gegen Zauners Flush das Nachsehen hatte. Letzterer baute dadurch seine Führung weiter aus. Mit einem weiteren hochkarätigen Cooler unterlag kurz darauf Marcin Mucha gegen Milan Zaric und belegte somit den fünften Platz. Mit König und Dame gegen Zarics König-10 mit D-6-A-10 als Board Cards hatte Mucha gute Karten, doch beim River kam noch eine 10 und Mucha war draußen. Nur wenige Augenblicke später schied Imre Karpati aus, was für ihn Platz 4 bedeutete. Und da waren es nur noch drei – Andreas Zauner, Milan Zaric und Ferenc Bartha.
Nach zwei Stunden Spiel der drei Bestplatzierten waren die Chip-Stapel annähernd auf gleicher Höhe und das Turnier hätte noch bis weit in den nächsten Tag hinein weitergehen können, wenn es nicht zu einem überraschend spontanen Ende gkommen wäre. Erschöpft von drei langen Spieltagen, und einer offensichtlichen Pattsituation vor Augen, einigten sich die drei verbleibenden Finalisten auf einen ICM-Chop. Zum Zeitpunkt dieses Deals lag Milan Zaric mit seinen Chips ein klein wenig vorne, was ihm deshalb das höchste Preisgeld bescherte. Doch der Pokal und der offizielle Titel standen noch auf dem Spiel, also einigten sich die Spieler auf einen in einer Hand gespielten alles entscheidenden Turnover. Die Karten wurden ausgeteilt und sofort aufgedeckt. Somit wurde Andreas Zauner zum Gewinner des Siegespokals der ParadisePoker Tour Wien erklärt, als sein Bube und seine 3 zwei Paare einbrachten.
Die ParadisePoker Tour geht im November in Barcelona weiter und wir dürfen uns wohl wieder auf eine immens erfolgreiche Etappe freuen. Begleiten Sie uns vom 23. bis 27. November wieder auf ParadisePoker und schauen Sie sich an, wer dann in den erlauchten Kreis der ParadisePoker Tour Champions aufgenommen wird.
| Platz | Name | Land | Preisgeld |
|---|---|---|---|
| 1 | Andreas Zauner | Östereich | €24,020 (D) |
| 2 | Milan Zaric | Östereich | €27,960 (D) |
| 3 | Ferenc Bartha | Ungarn | €21,140 (D) |
| 4 | Imre Karpati | Ungarn | €11,360 |
| 5 | Marcin Mucha | Polen | €9,230 |
| 6 | Alexander Hochreiter | Östereich | €7,810 |
| 7 | Valentin Schachinger | Östereich | €6,390 |
| 8 | Jörg Kleindienst | Östereich | €4,970 |
| 9 | Zoltan Kapitany | Ungarn | €3,550 |
| 10 | Balasz Jablonkai | Ungarn | €1,990 |
| 11 | Erwin Hoffmann | Östereich | €1,990 |
| 12 | Peter Gabriel | Romänien | €1,990 |
| 13 | Christoph Erdt | Östereich | €1,700 |
| 14 | Ferenc Riech | Deutschland | €1,700 |
| 15 | Felsing | Deutschland | €1,700 |
| 16 | Moritz Hurni Marcel | Schweiz | €1,420 |
| 17 | Helmut Tauber | Östereich | €1,420 |
| 18 | Rene Fritz | Östereich | €1,420 |
| 19 | Ferenc Gal | Ungarn | €1,140 |
| 20 | Laszlone Balic | Ungarn | €1,140 |
| 21 | Walter Sinzinger | Östereich | €1,140 |
| 22 | Josef Kovacs | Ungarn | €1,140 |
| 23 | Piotr Jaczewski | Polen | €1,140 |
| 24 | Mihajli Gengelicki | Ungarn | €1,140 |
| 25 | Peter Kamaras | Ungarn | €1,140 |
| 26 | Istvan Mikuhas | Ungarn | €1,140 |
| 27 | Gabor Dudas | Ungarn | €1,140 |
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